Volljährigenadoption trotz Beeinträchtigung von Erb- und Pflichtteilsrechten leiblicher Kinder möglich

Häufig sprechen sich leibliche Kinder der oder des Annehmenden gegen eine Adoption aus, da sich durch das Hinzutreten eines weiteren Erb- und Pflichtteilsberechtigten ihre Erb- und Pflichtteilsansprüche verringern. Mit diesen Argumenten kann eine Adoption aber in der Regel nicht verhindert werden.

Zwar sind die Interessen der leiblichen Kinder im Rahmen einer Erwachsenenadoption zu beachten. Verhindern können sie eine Adoption aber nur, wenn sie die Interessen der Beteiligten an der Durchführung der Adoption überwiegen. Hiervon wird allein bei einer Beeinträchtigung der Erb- und Pflichtteilsrechte leiblicher Kinder nicht ausgegangen. Dies folgt daraus, dass der Gesetzgeber bewusst die Adoption auch durch nicht Kinderlose zugelassen hat und leibliche Kinder hinsichtlich des status quo ihrer Erb- und Pflichtteilsberechtigung somit nicht schutzbedürftig sind. Zudem obliegt doch auch die Zeugung leiblicher Kinder allein der freien Entscheidung der Eltern.

Mit Darlegung der vorgenannten Argumente und der ergangenen Rechtsprechung konnten wir zuletzt unserer Mandantschaft eine Volljährigenadoption trotz Einwendungen der leiblichen Kinder ermöglichen.

Gerne beraten wir auch Sie zu einem Adoptionsvorhaben und betreuen das Verfahren von der Entscheidungsfindung bis zum abschließenden Gerichtsbeschluss.

Unsere Ansprechpartner für Adoptionsvorhaben:

Dr. Thomas Hermes

Rechtsanwalt, Notar

Markus Conrad

Rechtsanwalt