Verschlechterung der Grunderwerbsteuer-regelungen bei Übernahmen durch Share Deals

Die Finanzminister der Länder einigten sich am 21.06.2018 politisch auf eine Ver­schärfung der Regelungen zur Steuerbegünstigung bei Übernahmen durch Share Deals. Die Anteilsgrenze soll künftig von 95 % auf 90 % gesenkt werden. Ferner soll die zzt. nur für Personengesellschaften geltende 5-Jahres-Frist auf 10 Jahre verlän­gert werden und sowohl für Personengesellschaften als auch für Kapitalgesellschaf­ten gelten.

Somit könnten künftig in einem ersten Schritt (höchstens) 89,9 % der Anteile am Vermögen einer Immobilien besitzenden Gesellschaft auf einen neuen Gesellschafter übertragen werden und erst nach Ablauf von 10 Jahren die verblei­benden (mindestens 10,1 % der Anteile) auf den neuen Gesellschafter ohne Grunderwerbsteuerbelastung übergehen. Es bleibt abzuwarten, wann diese Ver­schärfung Eingang in einen Gesetzentwurf bzw. in ein Gesetzgebungsverfahren finden wird. Ab diesem Zeitpunkt ist ein Inkrafttreten der Verschärfung möglich, so dass kurzfristig die Nutzung des (günstigeren) geltenden Rechts durch Übertra­gungen erwogen werden sollte.

Ihre Ansprechpartner zum Share Deal / Grunderwerbsteuer:

Dr. Thomas Hermes

Rechtsanwalt, Notar

Dr. Martin Gretenkordt

Rechtsanwalt, Notar

Markus Conrad

Rechtsanwalt